Arcularius

corollary@web.de (Münster, Osnabrück, Bremen)

    Auf dieser Seite schreibe ich meine Gedanken zu Dominanz und Unterwerfung, Liebe und Selbstfindung auf. Einerseits um mir klar zu werden wonach ich mich sehne, andererseits um Kontakte aufzubauen. Ich denke darüber nach, wie ich mein zukünftiges Leben gestalten möchte. Klar ist für mich, daß BDSM dazugehört.

Wen ich mir wünsche
    Obwohl ich glaube, daß viele Männer dominante Phantasien haben, bezweifle ich, daß sie sich dauerhaft mit mit einer allzu fügsamen und gesichtslosen Frau wohl fühlen würden. Das knapp begleidete, (un)willige Objekt ist nicht zu verachten; der Reiz der Dominanz bezieht aber einen wesentlichen Wert aus meiner Wertschätzung gegenüber der dominierten Frau. Wie kann man an etwas seine Freude haben, daß man nicht wertschätzt, nicht liebt?

    Ich suche keinen seelischen oder körperlichen Punchingball um meine persönlichen Differenzen zu "substituieren" (obwohl ein ansprechend präsentierter Hintern durchaus in einem Akt der Gewalt enden kann). Sondern eine Frau die mich mit intelligenten Gesprächen und ihrer ehrlichen Art für sich einnimmt. Gerne auch 24/7 :-).

Wer bin ich
    Ich bin ein 28 Jahre alter Mann. Dominante Phantasien begleiteten mich von klein auf. Weder als äußerlich sozial über- oder unter-kompetent würde ich mich als stark empathisch und zurückhaltend beschreiben. Oberflächlichkeiten oder manipulativen Tendenzen ausgesetzt zu sein, empfinde ich als anstrengend und nervig. Ich bin kein Blender und nicht feige; es ist einfach sich im gesellschaftlichen Rahmen eine Maske aufzusetzen, erfordert aber keinen Mut. Sich selbst zu begegnen ist eine Herausforderung, die viele zu scheuen scheinen und sich deswegen in das Äußere flüchten.

    Wenn jemand nur den Wunsch hat jemanden zu beherrschen oder beherrscht zu werden, ohne sich gegenseitig zu würdigen, ist eine seelische Verödung im Spiel. Und damit auch ein Einbußen an Lust und Befriedigung und Freude.

Dominanz und Hingabe

    Ich denke, daß man sich selten so ehrlich begegnet wie in einer dominant-devoten Rollenverteilung. Ehrlichkeit, in der man sein Innerstes nach außen kehrt, birgt die Möglichkeit zur Individuation. Und damit auch zur Liebe. Ob BDSM ein Weg zur Heilung seelisch verletzer Menschen ist oder einen wesentlichem Teil der menschlichen Existenz berührt ... ich würde auf letzteres tippen (was ersteres micht ausschließt).

    Und natürlich bietet sich eine Rationalisierung von vielleicht unerfüllter Sexualität. Indem man denkte "Ich muss das jetzt tun, es wird von mir verlangt" oder "Ich kann bestimmen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben".

    Allerdings: D/s ist viel mehr, es ist eine Lebenseinstellung. Und ich meine: eine Lebenseinstellung zur Authentizität. Formalisiert findet sich dieser Weg im Training der sub. Was vom Dom eine ebenso große Aufmerksamkeit und Bewußtwerdung verlangt wie von der sub.

Authentizität

    Der Nutzen und die Erfüllung durch eine sub sind größer, wenn sie sich freiwillig, bewußt und vertrauensvoll in ihre Rolle einfindet. Und zwar für beide. Ich persönlich finde eine glückliche, sich ihrer selbst bewußte Frau attraktiver, als eine unglückliche oder furchtsame. Es zeugt von mehr Dominanz wenn jemand sich freiwilig unterordnet, verglichen mit einer erzwungenen Unterordnung.

    Eine überzeugte sub versuchen ihrem Herrn soviel Lust und Zufriedenheit als möglich zu verschaffen -- warum sollte sie sich widersetzen. Es ist ihr Wunsch begehrt zu werden und jemanden glücklich zu machen. Der sub helfen ihren Wunsch zu verwirklichen, oder gegebenenfalls an ihre Hingabe zu erinnern, und sich zu vervollkommenen ist die Herausforderung des Herrn.

    Die Authentizität eines dominanten Mannes besteht nicht nur in seinen Dom-Atributen, sonder auch in einer Verletzlichkeit und dem Wunsch nach Nähe und Zärtlichkeit. Ich finde es schön in den Arm genommen zu werden, warum nicht von (m)einer sub?

Und was konkret?

    Doch. Disziplin, Training, Nutzbarmachung, Dienstbarkeit, sexuelle und erotische Vielfältigkeit werden eingefordert. Nach dem Erfüllen der Basics (Äußeres, Äußerungen, Positionen, Dienstbarkeiten), wird es von Deiner Wirkung auf mich abhängen, in welche Richtung ich mit Dir gehen möchte. Das könnte zum Beispiel Vorführungen, Fotos oder Demütigungen einschließen. Verschiedene Frauen törnen mich auf verschiedene Art und Weise an ... ich bin nicht auf bestimmte Dinge oder Praktiken fixiert; hauptsächlich darauf Dich für mich dienstbar zu machen, mich an Deiner Demut zu weiden und mir von Dir Lust bereiten zu lassen :-).

    Neigungen, Interessen und Begierden einer sub betrachte ich als Bereicherung ihrer Person -- damit sind diese auch für mich eine Bereicherung.

    Ich lecke Frauen gerne, aber das zum Akt der Konsequenz oder Bestrafung hinzubiegen wird knifflig. Gegebenenfalls wirst Du es tapfer ertragen müssen. Dafür verteile ich gerne mal eine Ohrfeige und haue Mädels mit einer gewissen Beharlichkeit auf den Hintern. Ein bißchen Aufsäßigkeit "ihrerseits" würde also nicht ins Leere laufen. Ebenso kann Scham sehr reizvoll sein.

Fragment

"Ich weiß nicht, ob Du meine Vergnügen teilst."

Er blickte in ihre Augen, sah hinab zu ihrem sinnlichen Mund. Ihr Atem ging einen kurzen Augenblick unregelmäßig. Ihre Blick hob sich, sie sah in seine Augen, sie wandte sich ihm zu und ihr Oberköroer drängte in seine Richtung.

"Ich hoffe, daß ich Ihnen Vergnügen breiten kann. Ich biete mich an, um sich an mir zu bedienen. Ich werde stets erfüllen wonach Ihnen der Sinn steht. Sollte ich dem einmal nicht nachkommen wollen, oder sollte ich mich nicht überwinden können, sind Sie frei es sich dennoch zu nehmen und mich zu zwingen."

"Damit bist Du mir von geringem Nutzem und Interesse -- solange ich Dich zwingen muß, kann ich mir Deiner nicht sicher sein. Wenn ich etwas liebe und besitze, dann ganz und gar."

"Ich möchte ihr Herz erringen indem ich mich Ihnen überantworte und Ihnen derart meine Ergebenheit zeige. Indem Sie meinen sinnlosen Widerstand zerbrechen, indem Sie meine Unvollkommenheit überwinden, hoffe ich, daß ich Ihre Zuneigung schließlich verdient haben werde. Für Ihre Mühe können Sie im Gegenzug jegliches Vergnügen, jegliche Pflicht von mir einfordern. Der Preis ist nicht zu hoch, denn am Ende werden Sie sowieso alles von mir erhalten."

Ihr Körper bebte, jetzt wo sie es gesagt hatte spürte sie, wie das Verlangen nach seiner Berührung von ihrem Körper Besitz ergriff. Würde er ihr helfen und ihr Gelegenheit geben zu lernen ihn vollkommen zu lieben? Sie war sich sicher, wenn ihre Seele gereinigt worden wäre, müßte er sie ebenso begehren. Wenn sie auf dem Weg dorthin seine Begierden stillen würde, wäre ihr das nur recht. Hoffte sie doch, ihn derart für sich, und nur für sich, einnehmen zu können.

Er trat hinter sie, roch ihr Haar. Er begehrte sie, er wollte ihren Körper und ihre Seele. Anstatt einer faden Liebe bei der man einander nicht begegnet sondern nur des anderen Masken, verlangte ihn danach , zu wissen das er sie sah, wenn sie einander ansahen. Er wollte sie auf dem Grund des Meeres treffen. Der Vorgang der Demaskierung würde für sie beide Mühsal und Köstlichkeit zugleich bedeuten. Seine Fingerspitzen strichen kaum merklich die Beugung ihres Halses entlang. Unter der Berührung beugte sich ihr Kopf zur anderen Seite und ihre Schulterblätter drängten nach hinten, suchten Kontakt zu ihm. Doch erließ von ihr ab.

"Dann verlierst Du das Recht an Deinem Körper. Du gehörst dann mir, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Sollte sich Dein Körper widersetzen, werde ich Deinen Körper bestrafen. Sollte sich Deine Seele widersetzen, werde ich Deine Seele bestrafen. Es werden Momente kommen, in denen Du Deine Entscheidung rückgängig machen möchtest."

"Dann zeigt kein Mitleid. Laßt euch von meinem Bitten um Erleichterung, um ein Ende, nicht beeindrucken. Stärkt euer Herz, wappnet euch gegen meine Tränen. Versucht euch an ihnen zu ergötzen, findet Gefallen an meinen Klagen."

Etwas Zeit verstrich schweigend, eine Turmuhr beginnt zu schlagen. "Dann rühr Dich jetzt nicht mehr, dreh Dich nicht um bis die Turmuhr verstummt." Damit verließ er sie, ohne daß sie ihn zum Abschied gesehen hätte.



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